Beschreibung
Ein Nebbiolo, dessen Name Programm ist: Bis 2018 war es den Winzern im Monferrato schlicht verboten, die Rebsorte auf dem Etikett zu nennen — die Region galt als Barbera-Territorium, Nebbiolo gehörte offiziell in die Langhe. Tenuta Santa Caterina ignorierte diesen Konsens und baute den Wein trotzdem aus. Heute darf der Name auf dem Etikett stehen, der Wein heißt noch immer Illegale.
Im Glas zeigt er, warum der Eigensinn sich gelohnt hat: Sauerkirsche, ein Hauch getrockneter Rose und dezente Würze im Hintergrund. Der Körper ist straff, die Säure lebendig, das Tannin fest aber nicht grob — typisch für Nebbiolo, der seinen Charakter auch außerhalb der klassischen Anbaugebiete nicht verleugnet. Der Abgang ist lang und trocken mit einer leicht herben Note.
Auf dem Tisch macht er am meisten her neben Lasagne al forno, geschmortem Wildschwein oder einem gereiften Hartkäse wie Parmigiano Reggiano. Serviertemperatur: 16–18 °C, gerne eine Stunde vor dem Einschenken öffnen.
